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Die Gesellschaft für Geistesgeschichte (GGG) wurde 1958 von dem Erlanger Ordinarius für Religions- und Geistesgeschichte Hans-Joachim Schoeps (1909-1980) gegründet. In seinem 1959 erschienenen Buch "Was ist und was will die Geistesgeschichte? Über Theorie und Praxis der Zeitgeistforschung" (2. Auflage, Göttingen, 1970) plädiert Schoeps für eine stärkere Berücksichtigung meist vernachlässigter Quellengattungen in der geistesgeschichtlichen Forschung. Basierend auf wissenschaftstheoretischen Gedanken Wilhelm Diltheys versucht die Gesellschaft seither, den Geist einer Zeit, den "Zeitgeist" zu erfassen, wie er in den Manifestationen des geistigen Lebens – Philosophie, Kunst, Religion, Staat, Politik, Wirtschaft, Recht usw. – zum Ausdruck kommt. Die interdisziplinäre Arbeitsweise der Gesellschaft wird auch an ihren Jahrestagungen deutlich, die in den vergangenen 50 Jahren einen breiten Querschnitt geistesgeschichtlicher Themen behandelt haben.

Die Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte wurde 1948 von Hans-Joachim Schoeps und Ernst Benz als interdisziplinär konzipierte wissenschaftliche Zeitschrift begründet. Thematisch ist die Zeitschrift offen für wissenschaftliche Aufsätze, die sich mit Fragestellungen und Themen an den Schnittstellen von Religions- und allgemeiner Geistesgeschichte beschäftigen. Die ZRGG begreift sich als ein internationales Forum, das dem Austausch von Forschungsergebnissen und -problemen dient.

Gesellschaft für Geistesgeschichte | GGG

Zeitschrift für Religions-
und Geistesgeschichte | ZRGG