Der Vorstand der Gesellschaft für Geistesgeschichte
Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden, der Professor an einer wissenschaftlichen Hochschule sein oder eine entsprechende ausländische Position haben muss, und mindestens vier, höchstens sechs von der Mitgliederversammlung gewählten Mitvorständen.
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung mit absoluter Mehrheit der erschienenen Mitglieder auf 2 Jahre bestellt. Wiederwahl ist zulässig. Kommt eine Wahl nicht zustande, so führt der bisherige Vorstand die Geschäfte weiter. Ein Mitglied ist dann in den Vorstand gewählt, wenn es die absolute Mehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder erhält. Es ist möglich, auch solche Mitglieder zu Vorstandsmitgliedern zu wählen, die bei der betreffenden Mitgliederversammlung nicht anwesend sind, sofern sie sich vorher schriftlich zur Kandidatur bereit erklärt haben.
Der 1. Vorsitzende vertritt die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich, beruft ein und leitet die Veranstaltungen und Versammlungen und hat die laufende Geschäftsführung zu besorgen. In allen wichtigen Angelegenheiten soll er die Mitvorstände zu Rate ziehen und deren Wünschen und Vorschlägen Rechnung tragen; das kann auch im schriftlichen Umlaufverfahren geschehen.
Der Vorstand kann einen Geschäftsführer berufen, der für die Gesellschaft vertretungsberechtigt ist.
[Auszug aus der Satzung vom 23. November 1999]
Die Mitglieder des Vorstandes
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher
Dr. Irene Annemarie Diekmann
Prof. e.h. Wolfgang Hempel
Prof. Dr. Joachim H. Knoll
Prof. Dr. Peter Krüger
Dr. Anna-Dorothea Ludewig
Prof. Dr. Almut-Barbara Renger
Prof. Dr. Julius H. Schoeps
Prof. Dr. Michael Salewski †
Die Biografien der Mitglieder des Vorstandes
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher

- geboren 1964 in Immenstadt/Allg.
- Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in München, Magister Artium 1990
- 1988-1990 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
- 1991-1994 Graduiertenstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung
- Promotion 1995 an der Freien Universität Berlin
- Habilitation 2003 an der Universität der Bundeswehr in München. Venia legendi für Neuere und Neuste Geschichte
- ab Februar 2003 beurlaubt zur Durchführung eines Forschungsprojekts in Rom zum Thema "Katholische Kirche und Nationalsozialismus"
- 2003-2004 Gastdozent am Deutschen Historischen Institut Rom
- 2005-2006 Wissenschaftlicher Oberassistent an der Universität Passau
- September 2007 Ruf auf die Professur Neuere Geschichte II am Historischen Institut der Universität Potsdam und seit Februar 2008 Professur (W 3) für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte am Historischen Institut der Universität Potsdam
Dr. Irene Annemarie Diekmann

- geb. 1952 in Nauen/Brandenburg
- 1971-1975 Studium der Geschichte und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam
- 1975-1977/1981-1983 Lehrerin an der Polytechnischen Oberschule Wustermark/Brandenburg
- 1977-1981 Aspirantur an der PH Potsdam
- 1981 Promotion
- 1983-1986 Lehrerin am deutschsprachigen Gymnasium in Haskowo/Bulgarien
- 1986-1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte an der PH Potsdam
- seit 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte II (Schwerpunkt: deutsch-jüdische Geschichte) an der Universität Potsdam
- 1993-1999 Geschäftsführerin der Gesellschaft für Geistesgeschichte, Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Juden in Brandenburg, Entwicklung pädagogischer Programme, Oral History
- seit 1999 Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Geistesgeschichte
- seit 2006 stellvertretende Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien
Prof. e.h. Wolfgang Hempel

- geb. 1931 in Minden
- 1952-1955 Studium der Geschichte und Germanistik in Bonn
- 1956-1963 Kaufmann im Stahl- und Anlagengeschäft in Düsseldorf, Hamburg und Mailand (Coutinho, Caro & Co.)
- 1964-1966 Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Soziologie und Politik in Münster
- 1967-1968 freier Mitarbeiter für Rundfunkgeschichte beim Südwestfunk und Studium der Geschichte und Politik an der TH Stuttgart
- 1969-1996 Südwestfunk Baden-Baden, zuletzt Hauptabteilungsleiter Dokumentation und Archive
- seit 1996 Ruhestand
- 1995 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V.
- 1996 Ehrensenator der Fachochschule Potsdam
- 2001 Professor e.h. des Landes Brandenburg
- Geschäftsführer des Wilhelm-Fraenger-Instituts Potsdam
- Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V.
- Mitglied der Kuratorien des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam und der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt
Prof. Dr. Joachim H. Knoll

- geb. 1932
- Prof. em. für Pädagogik (Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung); Studium der Geistesgeschichte, Geschichte, Germanistik, Volkswirtschaftslehre in Erlangen und München
- inländische Hochschultätigkeit in Erlangen, Hamburg, Bonn, Bochum
Arbeitsschwerpunkte:
internationale und vergleichende Erwachsenenbildung;
Institutionen, Gesetzgebung und politische Bildung in der Erwachsenenbildung;
Jugendmedienschutz;
neue Unterhaltungs- und Bildungstechnologien - Herausgeber: Internationales Jahrbuch der -Erwachsenenbildung (seit 1967 bis 1998) und Mitherausgeber mehrerer in- und ausländischer Periodika zur Erwachsenenbildung;
- Ehrenmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission;
- Vorsitzender des DEPB (Deutschland und europapolitisches Bildungswerk)
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, Silbernes Ehrenzeichen des DUK
Prof. Dr. Peter Krüger

- geb. 1935 in Eisenach
- Studium der Geschichte, Germanistik, Politischen Wissenschaft und Kunstgeschichte in Marburg und München
- 1962 Promotion (Universität München)
- 1962-65 Mitarbeiter bei den »Dokumenten zur Deutschlandpolitik« in Bonn
- 1966-74 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Auswärtigen Amt. Mitherausgabe der »Akten zur deutschen auswärtigen Politik 1918-1945« in Bonn
- 1972 Habilitation (für mittelalterliche und neuere Geschichte; Universität Köln)
- 1973 Ernennung zum apl. Professor in Köln
- seit 1975 ordentlicher Professor für neuere Geschichte an der Universität Marburg
- Mitglied in diversen wissenschaftlichen Vereinigungen
- 1984 Fellow am Woodrow Wilson International Center for Scholars
- 1993/94 Stipendiat des Historischen Kollegs
- Forschungen und Veröffentlichungen vornehmlich zur Geschichte der internationalen Politik, zur Verfassungs- und Geistesgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert sowie zur europäischen Integration
Dr. Anna-Dorothea Ludewig

- geb. 1976 in Bonn
- 1995-1997 Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Italienischen Philologie an der Universität Bonn
- 1997-2002 Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Buchwissenschaft und Rechtswissenschaften an der Universität Mainz
- 2002 Magister an der Universität Mainz
- 2003-2007 Kollegiatin und 2004/2005 Stipendiatin des Graduiertenkollegs »MAKOM. Ort und Orte im Judentum«
- 2005-2007 Koordinatorin des Graduiertenkollegs MAKOM und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam, Lehrstuhl für Neuere Geschichte II (deutsch-jüdische Geschichte)
- 2007 Promotion
- seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Geschichte (Arbeitsschwerpunkt: europäisch-jüdisch Kultur- und Literaturgeschichte) und Geschäftsführerin der Gesellschaft für Geistesgeschichte
Prof. Dr. Almut-Barbara Renger 
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- geb. 1969 in Berlin
- Magister- und Promotionsstudium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und Germanistik, der Klassischen Philologie und Archäologie an der Freien Universität Berlin, der Aristoteles-Universität Thessaloniki, der Stanford University und der Universität Heidelberg, M.A. 1995; Dr. phil. 2001
- 1995-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald
- 2004 DAAD Post-Doc Stipendium an der Università di Siena-Arezzo
- 2005-2008 Assistentin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- 2007-2010 Alexander von Humboldt-Stipendium an der Harvard University
- 2009 Habilitation an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main
- seit 2008 Professorin für Antike, Religion, Kultur und deren Rezeptionsgeschichte an der Freien Universität Berlin
- 2011-2012 Visiting Fellow an der Harvard University
- Forschungen und Veröffentlichungen zu Mythenrezeption in Literatur und anderen Medien; Kultur- und Religionsgeschichte der Antike und ihr Fortwirken; Literatur-, Kultur- und Religionstheorien; Religion und Literatur
Prof. Dr. Julius H. Schoeps

- geb. 1942 in Djursholm/Schweden
- 1948 Rückkehr mit den Eltern aus dem schwedischen Exil in das Nachkriegsdeutschland.
Studium der Geschichte, Geistesgeschichte, Politik- und Theaterwissenschaft in Erlangen und Berlin - 1973 Habilitation
- 1974-1991 Professor für Politische Wissenschaft und Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch jüdische Geschichte an der Universität/ Gesamthochschule Duisburg
- 1991-2007 ord. Professor für Neuere Geschichte, seit 2007 Professor Emeritus
- seit 1991 Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam
- 1993-1997 nebenamtlich Gründungsdirektor des Jüdischen Museums der Stadt Wien. Gastprofessuren in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest
- seit 1984 Vorsitzender der Gesellschaft für Geistesgeschichte
- Forschungen und Veröffentlichungen zur politischen Ideen- und Geistesgeschichte sowie zur deutsch-jüdischen Geschichte
Prof. Dr. Michael Salewski †

- geb. 1938 in Königsberg
- Studium der Geschichte, Romanistik und Philosophie in Saarbrücken, Besancon und Bonn
- 1964 Promotion
- 1970 Habilitation für das Fach Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn
- 1971-1980 Univ.-Professor am Historischen Seminar der Universität Bonn
- 1980-2003 Lehrstuhlinhaber für das Fach Mittlere und Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Fregattenkapitän dRaD
- Forschungen und Veröffentlichungen vornehmlich zur Militär-, Marine- und Geistesgeschichte sowie zur Geschichte Europas und der Genderforschung
- gest. am 4. Mai 2010 in Eckernförde


